Wissenswertes - Stromwandler

Aufsteckstromwandler, Rohrstabstromwandler, Wickelstromwandler

Allgemeines

Stromwandler sind spezielle Transformatoren zur proportionalen Umsetzung von großen Strömen auf direkt messbare Werte. Mit Stromwandler erzielt man eine galvanische Trennung zwischen Primärkreis und Messkreis und erhält im Falle einer Störung eine Schutzwirkung für die nachgeschalteten Messgeräte. Stromwandler werden überwiegend dort eingesetzt wo Ströme nicht direkt gemessen werden können

Ein Stromwandler wandelt einen hohen Primärstrom in ein gut bearbeitbares elektrisches Signal um. Solch ein Stromwandler gibt als Ausgangssignal einen Sekundärstrom von Milliampere bis zu wenigen Ampere (in der Regel 1A oder 5A) ab. Der Sekundärstrom ist im Wesentlichen proportional zum Primärstrom.

Anwendung

Zum Einsatz im Stromnetz gibt es unterschiedliche Ausführungen von Stromwandlern für alle Spannungsebenen. Diese haben je nach Anwendung unterschiedliche Kennlinien:

  • für Messzwecke, zur Erzeugung eines innerhalb des Messbereiches möglichst proportional herabgesetzten Stromes für Energiezähler, Strommessgeräte und Universalmessgeräte. Solche Wandler schützen sich und die angeschlossenen Messgeräte bei Überstrom, indem sie in die Sättigung gehen.
  • für Schutzzwecke, zur Übertragung eines herabgesetzten Stromes an Schutzrelais, Steuer- und Regelgeräte. Solche Wandler liefern auch bei hohen Überströmen noch ein primärstromabhängiges Ausgangssignal.

Einbau/Anschluß

Die Anschlüsse der Primärwicklung sind mit den Großbuchstaben „K“ und „L“ oder „P1“ und „P2“ bezeichnet. Dabei hat die Polung so zu erfolgen dass der „Energiefluß“ von K nach L bzw. von P1 nach P2 fließt. Die Anschlüsse der Sekundärwicklung werden mit den Kleinbuchstaben „k“ und „l“ oder „s1“ und „s2“. Die Polung hat dabei so zu erfolgen, dass die „Energieflussrichtung“ von K nach L verläuft.

Werden die Anschlüsse S1 und S2 vertauscht führt das zu falschen Messergebnissen.

Genauigkeitsklassen

Stromwandler werden entsprechend ihrer Genauigkeit in Klassen eingeteilt. Norm-Genauigkeitsklassen sind 0,1; 0,2; 0,5; 1; 3; 5; 0,1 S; 0,2 S; 0,5 S, sowie die Erweiterungen ext150 und ext 200 in den Klassen 0,1; 02; 0,5 und 1 . Dem Klassenzeichen entspricht eine Fehlerkurve hinsichtlich Strom- und Winkelfehler.

Bemessungsstrom (Ipn, Isn)

Der Bemessungsstrom ist der auf dem Leistungsschild angegebene Wert des primären und sekundären Stromes (primärer Bemessungsstrom, sekundärer Bemessungsstrom), für den der Stromwandler bemessen ist. Genormte Bemessungsströme sind (außer in den Klassen 0,2S und 0,5S) 10 – 12,5 – 15 – 20 – 25 – 30 – 40 – 50 – 60 – 75A, sowie deren dezimale Vielfache und Teile davon. Genormte Sekundärströme sind 1 und 5A, vorzugsweise 5A.

Genormte Bemessungsströme für die Klassen 0,2S und 0,5S sind 25 – 50 – 100A und deren dezimale Vielfachen sowie sekundär (nur) 5A.

Bemessungsleistung Sn

Die Bemessungsleistung des Stromwandlers ist das Produkt aus Bemessungsbürde und dem Quadrat des sekundären Bemessungsstroms und wird in VA angegeben. Genormte Werte sind 2,5 – 5 – 10 – 15 – 30 VA. Es dürfen auch Werte über 30 VA entsprechend dem Anwendungsfall gewählt werden. Die Bemessungsleistung beschreibt das Leistungsvermögen eines Stromwandlers, den Sekundärdstrom innerhalb der Fehlergrenzen durch eine Bürde „treiben“ zu können.

Kurzübersicht für die Leistungsaufnahme Cu-Stromkabel:

 5A

 1A 

 

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